Menschen betreten einen Raum — und halten inne.
Nicht weil sie etwas Schönes sehen. Sondern weil sie etwas spüren, das sie nicht benennen können. Klang, der sich anfühlt wie Berührung.
Bewegung, die Emotion verändert.
Raum, der antwortet.
Wir sahen uns an. Und dachte das Einzige, das in diesem Moment zählte:
Nicht mit einem Investor.
Was wäre, wenn Klang im Raum nicht Kulisse wäre — sondern das Medium selbst?
Wenn jede Bewegung eines Menschen das verändert, was er hört?
Wir sind Uli Dziallas und Steffen Armbruster — die Gründer von usomo. Steffen kommt aus der medialen Szenografie. Fast zwei Jahrzehnte lang gestaltete er Räume mit Licht, Projektionen und Interaktion. Weltweit. Gemeinsam mit einigen der renommiertesten Erlebnisarchitekten unserer Zeit. Immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten.
Und immer wieder stellten wir uns dieselbe Frage: Was ist eigentlich mit Klang? Mit Sound? Mit Musik? Warum wird unser vielleicht unmittelbarster Gehörsinn so oft nur als Beiwerk behandelt?
Als Untermalung. Als Kulisse.
Diese Frage ließ uns nicht mehr los.
Also suchten wir nach einem System, das Klang zu einem eigenständigen räumlichen Medium machen konnte. Wir fanden keines. Also entwickelten wir es selbst. Zwei Entscheidungen wurden dabei fundamental: Kopfhörer — damit jeder Mensch sein ganz eigenes Erlebnis hat.
Und ein Tracking-System — damit der Raum weiß, wo sich dieser Mensch befindet.
Der Name entstand eher zufällig. Und gleichzeitig beschreibt er bis heute exakt das, was usomo erschafft. Steffen saß beim Zahnarzt. Kopfhörer auf. Musik an. Und plötzlich war er da:
unique sonic moments
Drei Worte, die zugleich Name und Versprechen wurden. Denn genau darum geht es bis heute: einzigartige Momente, die durch Klang entstehen und Menschen berühren.
Die Geschichte nahm ihren Lauf.
Zwei Jahre später standen wir in Linz.
Was in diesem Raum passierte.
Die Menschen, die 2016 „Sonic Wildness“ beim Ars Electronica Festival betraten, wussten nicht, was sie erwartete. Und genau das wollten wir.
Keine Anleitung.
Keine Erklärung.
Nur den Moment.
Wer sich bewegte, veränderte den Klang.
Wer stehenblieb, hörte etwas, das niemand sonst hören konnte.
Wer die Augen schloss, begann den Raum mit dem ganzen Körper wahrzunehmen.
Einer Frau standen Tränen in den Augen.
Ein Mann lachte laut auf — überrascht von sich selbst.
Viele Menschen waren schlicht sprachlos. Bis heute ist das unser liebstes Feedback.
Was seitdem passiert ist.
Was danach kam, hätten wir uns damals nicht vorstellen können.
Aus einer Idee wurden Räume.
Aus Räumen wurden Erlebnisse.
Aus Erlebnissen wurde ein neues Medium.
Heute sind es mehr als 50 realisierte Projekte — Ausstellungen, Festivals, permanente Installationen und immersive Räume in Europa und darüber hinaus.
Jeder Ort anders.
Jede Geschichte anders.
Jeder Moment einzigartig.
Und doch verbunden durch dieselbe Frage: Was passiert, wenn Klang zum Raum wird?
2022 Centre Pompidou, Paris und 2024 MAC/CCB Lissabon
— „Evidence“, Soundwalk Collective und Patti Smith.
Kein Konzert.
Keine Ausstellung.
Etwas dazwischen.
Etwas, für das es bis heute keinen wirklichen Namen gibt.
Und nun schreiben wir das nächste Kapitel.
2026 eröffnet im neuen V&A East in London die Ausstellung „The Music Black: A British Story“ mit Unterstützung von Sennheiser. Hunderte usomo-Systeme machen die Geschichte britischer Musik erstmals räumlich und individuell erfahrbar.
Fast zehn Jahre.
Ein guter Moment, um kurz innezuhalten.
Seit der Premiere beim Ars Electronica Festival im Jahr 2016 haben mehr als zwei Millionen Menschen usomo erlebt
In Frankreich, den Niederlanden, Ungarn, England, den USA, Deutschland, der Schweiz, Österreich, Luxemburg, Portugal und vielen weiteren Orten.
Und wir haben gerade erst angefangen. Das Besondere ist nicht die Technologie. Das Besondere ist der Moment, in dem ein Mensch einen Raum betritt — und spürt, dass etwas antwortet.
Wenn wir ehrlich sind: Genau das fühlt sich für uns bis heute manchmal noch unwirklich an.
Wenn wir auf die letzten zehn Jahre zurückblicken
Rückblickend auf die letzten zehn Jahre, wird uns klar, dass es nie darum ging, Technologie zu bauen.
Technologie war immer nur das Werkzeug.
Uns interessierte etwas anderes.
Was passiert, wenn ein Raum zuhört?
Was passiert, wenn Klang nicht länger Kulisse ist, sondern zum eigentlichen Medium wird?
Was passiert, wenn Menschen einen Raum nicht nur sehen, sondern ihn körperlich erleben?
Genau daraus ist usomo entstanden.
Nicht als Produkt.
Nicht als Dienstleistung.
Nicht als Technologieplattform.
Sondern als neues Medium.
Eine immersive Audio-Leinwand für Künstlerinnen und Künstler.
Eine neue Dimension des Storytellings. Ein Werkzeug für Museen, Institutionen und kulturelle Räume. Eine neue Form, Geschichten zu erzählen. Wir glauben nicht an Technologie als Selbstzweck. Wir glauben daran, dass Sound ein Raum ist. Dass Klang berühren kann. Dass Bewegung Emotion verändert.
Raum und Bewegung werden zu einer vollkommen neuen Sinneserfahrung — und zu einem Tor zur Welt. Und vielleicht ist genau das die größte Überraschung dieser Reise:
Nach fast zehn Jahren haben wir noch immer das Gefühl, erst am Anfang zu stehen.
— Uli Dziallas & Steffen Armbruster
usomo — unique sonic moments.
Wer usomo selbst erleben möchte — hier sind einige Möglichkeiten: „The Music is Black: A British Story“ bis einschließlich 3. Januar 2027 im neuen V&A East Museum im Londoner Queen Elizabeth Olympic Park. „Freddie – The Exhibition“ bis einschließlich 28. Februar 2027 im House of Music Hungary in Budapest, sowie seit 2022 die Dauerausstellung „Dimensions of Sound“ ebenfalls im House of Music Hungary. „Udo L. wohnt im Hotel – Exklusive Einblicke in meine Panikzentrale“ ab dem 4. Juni 2026 im rock’n’popmuseum Gronau. „Maison Gainsbourg“ seit 2023 als Dauerausstellung in Paris.
Foto (Uli und Steffen): © Axl Jansen